Judo   

Judobegriffe
   
www.randori-berlin.de www.ippon.tv
www.tsv-rudow-judo.de www.ippon.org
www.judo-in-hamburg.de  
http://www.erstersjc.de/ www.judo-verband-berlin.eu
www.judoverein-kw.de www.bjv-judo.de
http://www.sv-luftfahrt-berlin.de  
  www.judo-club03-berlin.de
  www.ebjc.de
www.tsv-rudow.de
 
http://www.psv-erfurt-judo.de/cms/index.php?id=97 www.judobund.de
http://www.rudow.de/judo/
http://www.dojo24.de/kampfsport-guertel-judo-guertel-c-4_149-1.html  
   
   
  www.judo-ausschreibungen.de/ausschreibungen
   

Wörterbuch

Hier kann man Begriffe finden, die teilweise zum Grundwissen jedes Judoka gehören sollten und andererseits helfen können, den Judo- (Budo-)Horizont zu erweitern. Wie im Wörterbuch üblich, sind sie alphabetisch geordnet, selbstverständlich nicht vollständig (Wer entscheidet, wann etwas vollständig ist???), beinhalten aber alle laut DJB-Kyu-Prüfungsordnung geforderten Termini mit Verweis auf den jeweiligen Kyu. Die Auswahl und Zusammenstellung geht ausschließlich auf die Kappe des Pressewarts.

Sollten Ergänzungen notwendig oder gewünscht sein, genügt eine eMail an presse@psv-erfurt-judo.de. Selbstverständlich werden auch Anfragen an Akiko an mich weitergeleitet.

     Diese und andere typische              japanische Judo-Begriffe            findet ihr im "Wörterbuch"

Moment noch!

Bevor ihr euch ins "Wörterbuch" vertieft, solltet ihr die Aussprache-Regeln ansehen, das erleichtert nicht nur das Sprechen, sondern auch das Verstehen der Begriffe. Außerdem wisst ihr dann wenigstens, wie es richtig heißen muss

Man spricht:

e gedehnt wie "ee" Nage = Nagee
sh wie stimmloses "sch" in "Schule" Koshi = Koschi
z wie "s" Kuzushi = Kususchi
w wie kurzes "u" Waza = Uasa
ch wie "tsch" Uchi = Utschi
j wie stimmhaftes "sch" (djsch) in "Gin" Juji = Djschudjschi
y wie "j" Yoko = Joko
ai, ei, oi mit Betonung jedes Vokals (a-i, e-i, o-i) Seoi = Se-o-i
an, en kurz wie "ann", "enn" Dan = Dann
i vor ch, sh fast stimmlos Konnichi-wa = Konntschi-ua
   

Zu dem solltet ihr beachten, dass

- im Japanischen nicht der Anfang, sondern das Ende des Wortes betont wird:
  So sagt man nicht "ga-taame", sondern "gata-mee".
- ein K am Anfang eines Wortes in einer Wortverbindung zum g wird und ein H zum b
  Einem "Koshi-waza" (Hüftwurf) steht ein "O-goshi" (Großer Hüftwurf) gegenüber und
  einem "Harai-goshi" (Hüftfeger) der "De-ashi-barai" (Fußfegewurf)
- es fast keine direkte Zusammensetzung von Wörtern gibt, weshalb man diese immer auseinander
  bzw. mit Bindestrich durchgekoppelt schreiben sollte
- es keine Pluralbildungen durch Anhängen eines "s" wie im Deutschen gibt:
  Wir sind "Judoka", nicht "Judokas"!!!

So, jetzt könnt ihr euch durch's "Wörterbuch" wühlen!

A   
Ai-yotsu 7. Kyu gleicher Griff: rechts gegen rechts bzw. links gegen links
Akiko   jap.: Herbstkind / Eins unserer Maskottchen, das den Kindern auf unserer Homepage erklärt, wie der Gürtel gebunden wird
Ashi   Fuß/Bein
Ashi-garami 3. Kyu Beugehebel mit Hilfe des Beins
Ashi-gatame 3. Kyu Armstreckhebel mit Hilfe des Beins (auch des Knies)
Ashi-guruma 1. Kyu Beinrad
Ashi-uchi-mata 2. Kyu Innen-Schenkelwurf mit Hilfe des Beins (Beintechnik!)
Ashi-waza 2. Kyu Fuß-/Beintechniken
     
B    
Barai   Fegen (am Wortanfang: Harai)
Basami   Schere
Budo   übergeordneter Begriff für fernöstliche Kampfkünste und solche, deren Ursprung im Asiatischen liegt
     
C    
Chui   alte Wettkampfstrafe im Judo; entsprach einem Yuko für den Gegner
     
D    
Dan   Meistergrad in Budosportarten; im Judo zehn Dan-Grade
De   Vorstellen/vorn stehend
De-ashi-barai 6. Kyu Fußfeger: den vorn stehenden bzw. nach vorn kommenden Fuß fegen
Do   der Weg; das Prinzip
Dojo   ursprüngl. der Ort zum Begreifen des Weges; heute: Trainingsraum bei Budo-Sportarten
     
E    
Ebi   Languste
Eri   Jackenkragen
     
G    
Gake 6. Kyu Einhängen
Gaeshi   Kontern/Gegenangriff (am Wortanfang: Kaeshi)
Garami   Schlüsselgriff
Gari 7. Kyu Sicheln: ein belastetes Bein von Uke wird mit der Fußsohle/dem Bein von Tori weggerissen
Gatame   Schlüssel/Festhalte (am Wortanfang: Katame)
Geiko   Übung
Giaku   umgekehrt
Gokyo-no-kaisetsu   Die in fünf Gruppen eingeteilten 40 "Grundwürfe" des Kodokan
Goshi   Hüfte (am Wortanfang: Koshi)
Guruma   Rad (am Wortanfang: Kuruma)
     
H    
Hadaka   frei, nackt, Nacken
Hadaka-jime 2. Kyu freies Würgen (wörtlich: Nacken-Würge)
Hajime   Wettkampfkommando: "Kämpft!", "Beginnt!"
Hane   Flügel, Feder, Sprung
Hane-goshi 3. Kyu Hüftspringwurf (wörtlich: schnellender Hüftwurf)
Hane-maki-komi 1. Kyu "schnellendes" Einrollen
Hansoku-make   Wettkampfstrafe: Disqualifikation
Hara   Körpermitte, Bauch
Harai   Fegen (im Wort: Barai)
Harai-goshi 5. Kyu Hüftfeger
Hara-kiri   Rituelle Selbsttötung eines Samurai mittels Kurzschwert
Hasami   Schere (im Wort: Basami)
Hidari   links
Hikiwake   Wettkampfurteil: Unentschieden (i.d.R. bei Mannschaftskämpfen)
Hikkomi   in die Bodenlage bringen, zu Boden ziehen
Hikkomi-gaeshi   ein Überrollwurf (Ma-sutemi-waza)
Hishigi   Hebel
Hiza   Knie
Hon   Wurzel, Basis, Grundform
Hon-kesa-gatame   Grundform des Schärpen-Haltegriffs
     
I    
Ippon   höchste Wettkampfwertung: vorzeitiger Sieg
Ippon-seoi-nage 6. Kyu Punkt-Schulterwurf
     
J    
Jigo-tai   Verteidigungsstellung
Jime   Würgen
Jiu-jitsu   ursprüngliche, sehr harte japanische Selbstverteidigung
Ju   sanft; die Zahl Zehn
Judo   Von Jigoro Kano 1882 aus dem Jiu-jitsu entwickelte japanische Kampfkunst (wörtl.: der sanfte Weg)
Judogi   Judoanzug (Trainings- und Wettkampfbekleidung)
Judoka   der bzw. die Judokämpfer
Juji   Kreuz
Juji-gatame 5. Kyu Kreuzhebel
Juji-jime 2. Kyu Kreuzwürgen
Ju-jutsu   japanische Selbstverteidigungssportart (wörtl.: die sanfte Kunst)
Jutsu   Kunst, Meisterschaft
     
K    
Kaeshi   Kontern/Gegenangriff (im Wort: Gaeshi)
Kaeshi-waza   Gegenwurftechnik, Kontertechnik
Kagato   Hacken/Ferse
Kakari-geiko   spezielle Randori-Variante mit unterschiedlichen Wurftechniken gegen eine lockere Verteidigung des Uke - Hauptaugenmerk liegt auf dem Tsukuri; Kake spielt untergeordnete Rolle
Kake 4. Kyu 3. Wurfphase: Wurfausführung / Niederwurf und Kontrolle
Kami   oberer/oben
Kami-shiho-gatame 7. Kyu Kopfvierer: Vier-Punkte-Haltegriff vom Kopf her
Kannuki   quer
Kansetsu   Gelenk
Kansetsu-waza   Gelenkhebel; Hebeltechnik
Kata 3. Kyu rituelle Form / Darbietung; in Verbindung mit einer Wurftechnik auch: Schulter
Kata-ha   ein Flügel; Körperseite
Kata-ashi-dori 2. Kyu ein Bein greifen
Kata-guruma 1. Kyu Schulterrad
Katame   Schlüssel (im Wort: Gatame)
Katame-waza   Grifftechnik
Kata-te-jime 2. u. 1. Kyu mit einer Hand würgen
Kawaishi-Eingang 1. Kyu Über-Kreuz-Eingang
Keikoku   alte Wettkampfstrafe im Judo; entsprach einem Waza-ari für den Gegner
Kempo   System der Zweikampfsportarten
Kenka-yotsu 5. Kyu gegengleicher Griff: rechts gegen links bzw. links gegen rechts
Kesa   Schärpe
Kesa-gatame 7. Kyu Schärpen-Haltegriff
Ko   klein
Kodokan   traditionelle Judoschule in Tokyo (gegründet von Jigoro Kano)
Koka   kleinste Wettkampfwertung
Komi   innen; gegen
Konnichi-wa   jap. Begrüßung (entspricht etwa dem "Guten Tag")
Koshi   Hüfte (im Worti: Goshi)
Koshi-guruma 3. Kyu Hüftrad
Koshi-jime 1. Kyu Hüftwürger
Koshi-uchi-mata   Innen-Schenkelwurf mit Hilfe der Hüfte (Hüfttechnik!)
Koshi-waza   Hüftwurftechnik
Ko-soto-gari 6. Kyu Kleine Außensichel
Ko-uchi-barai 4. Kyu Kleiner Innen-Feger
Ko-uchi-gari 6. Kyu Kleine Innensichel
Ko-uchi-maki-komi 4. Kyu Kleines Einrollen von innen
Kuchiki-taoshi 2. Kyu Beingreifer (wörtlich: den morschen Baum fällen)
Kumi   nehmen, ergreifen
Kumi-kata 5. Kyu Form/Art des Zufassens ("normale" Fassart)
Kuzure   Abart, Variante
Kuzure-kesa-gatame 8. Kyu Variante des Schärpen-Haltegriffs
Kuzushi 4. Kyu 1. Wurfphase: Gleichgewicht des Gegners brechen
Kyo   Gruppe, Stufe
Kyu   Schüler; Schülergrad in Budo-Sportarten
     
M    
Ma   rückwärts/auf den Rücken
Mae   vorwärts
Mae-mawari-ukemi 7. Kyu Judorolle vorwärts
"Maitta!"   "Ich gebe auf!"
Maki   rollen, drehen
Maki-komi   hineindrehen und mitfallen
Maki-komi-waza 1. Kyu Einroll-/ Einwickeltechniken
Ma-sutemi-waza   Selbstfalltechnik / "Opferwurf" auf den Rücken
Mata   Schenkel
Matte   Stopp, warten; Kampf- bzw. Übungsunterbrechung
Migi   rechts
Mokuso   Konzentration im Judositz
Morote   beide Hände
Morote-seoi-nage 5. Kyu Schulterwurf mit beiden Händen
Mune   Brust
Mune-gatame 8. Kyu Brust-Haltegriff (Variante der Yoko-shiho-gatame)
     
N    
Nage   Wurf
Nage-no-kata 3. Kyu Form des Werfens (Kata im 1. Dan)
Nage-waza   Wurftechniken
Ne-waza   Bodenarbeit
     
O    
O   groß
Obi   Gürtel
O-goshi 8. Kyu Großer Hüftwurf
O-guruma 1. Kyu Großes Rad
Okuri   beide
Okuri-ashi-barai 5. Kyu Fußnachfegen: beide Füße des Uke gleichzeitig fegen
Okuri-eri-jime 2. Kyu mit beiden Kragen würgen
Osae   herunter; halten
Osae-komi   Festhalte (beginnt)
Osae-komi-waza   Festhaltetechniken, Grifftechniken im Boden
O-soto-gari 5. Kyu Große Außensichel
O-soto-otoshi 8. Kyu Großer Außensturz
Otagai-ni-rei   Gruß zum Mitübenden / Kampfgegner
Otoshi 7. Kyu Stürzen/Fall: Uke wird am Bein oder Fuß von vorne oder hinten blockiert und über diesen Block auf den Rücken oder nach vorne geworfen
O-uchi-barai 4. Kyu Großer Innen-Feger
O-uchi-gari 7. Kyu Große Innensichel
     
R    
Randori 8. Kyu freies Üben
Rei 8. Kyu Gruß
Renraku-waza   Wurfkombinationen (s. Renzoku-waza)
Renshu   Übung
Renzoku-waza   Wurfkombinationen (s. Renraku-waza)
Rio   beide
Rio-ashi-dori   Beinfassertechnik, bei der gleichzeitig beide Beine mit den Händen weggerissen werden
Rio-te   beide Hände; beidhändig
Ritsu-rei   Gruß im Stehen
Ryu   Kampfstil; Richtung (vor allem bei Karate, Kung-Fu u.ä.)
     
S    
Sabaki   wegdrehen, ausweichen, verteidigen
Sakura   jap.: Kirschblüte - eins der international verwendeten Judo-Symbole
Samurai   jap. Ritter; Kriegerkaste im alten Japan
Sankaku   Dreieck
Sankaku-gatame 1. Kyu Dreiecks-Hebel
Sankaku-jime 1. Kyu Dreiecks-Würger mit den Beinen
Sankaku-osae-gatame 1. Kyu Dreiecks-Haltegriff
Sankaku-waza   Dreieckstechnik; äußerst wirksame Bodentechnik, die Halte, Würge und Hebel kombiniert
Sasae   Stütze
Sasaeru   stützen, halten
Sasae-tsuri-komi-ashi 5. Kyu Fußstoppwurf: Hebezugfußhalten
Sempai   Lehrer/Meister - Älterer; Bindeglied/Mittler zum Höheren
Sempai-ni-rei   Gruß zum Sempai
Sensei   Lehrer/Meister, der sein ganzes Leben der Suche nach dem Weg (Do) untergeordnet hat; "Der ewige Meister" - Mittler zwischen Himmel und Erde
Sensei-ni-rei   Gruß zum Sensei
Seoi   Schulter
Seoi-otoshi 7. Kyu Schultersturz
Shiai   Wettkampf
Shido   Wettkampfstrafe im int. Judo; entspricht einem Koka - seit 2002 entspricht der zweite Shido einem Yuko und der dritte einem Waza-ari, da die anderen Strafen (Chui, Keikoku) weggefallen sind
Shihan   hoch graduierter Meister außerhalb der Unterrichtspyramide; befindet sich nur zu besonderen Anlässen gemeinsam mit Schülern im Dojo; sehr hoch geehrte Persönlichkeit im Budo
Shihan-ni-rei   Gruß zum Shihan
Shiho   Vierer
Shiho-gatame   Haltegriffe (Vierpunkt-Halten), bei denen der Rumpf von oben belastet/kontrolliert wird
Shime   Würge
Shimeru   würgen
Shime-waza 1. Kyu Würgetechnik
Shintai   Körperbewegungen; Angriffstaktik
Shisei   Körperhaltung
Shizentai   natürliche Grundstellung
Shobu   Übungskampf
Shomen-ni-rei   Verbeugung beim Betreten des Dojo; Gruß zur Dojo-Vorderseite
Sogo-gachi   zusammengesetzter Sieg (eigener Waza-ari + 3. Shido gegen den Gegner)
Sono-mama   Wettkampfkommando: Nicht bewegen!
Sore-made   Wettkampfkommando: Ende des Kampfes ("Das ist alles!")
Soto   außen
Soto-maki-komi 1. Kyu Äußeres Einrollen/Einwickeln
Sukui   Schaufel
Sumi   Ecke, Winkel
Sumi-gaeshi 3. Kyu Ecken-Kippe
Sumo   hoch angesehener jap. Ringkampfsport
Sumotori   Sumo-Kämpfer
Sutemi   sich in Gefahr begeben
Sutemi-waza 4. Kyu "Opfertechniken": Selbstfallwürfe, bei denen Tori absichtlich sein Gleichgewicht aufgibt ("opfert"), um Uke zu werfen
     
T    
Tachi   aufrecht stehend
Tachi-waza   Standtechniken; Würfe aus dem Stand
Tai   Körper
Tai-otoshi 6. Kyu Körpersturz
Tai-sabaki   bewegliche Verteidigung durch Ausweichen
Tanden   starre Verteidigung durch Vorstoßen der Hüfte
Tandoku-renshu   Üben ohne Partner; Schattentraining
Tani   Tal
Tani-otoshi 3. Kyu Talfallzug (wörtlich: ins Tal stürzen)
Tatami   Trainings-und Wettkampfmatte in Budo-Sportarten; Reisstrohmatte
Tate   gerade; senkrecht
Tate-shiho-gatame 7. Kyu Reitvierer: Vier-Punkte-Haltegriff von oben (auf Uke "reiten" und ihn halten)
Te   Hand
Te-guruma 1. Kyu Handrad
Te-waza 1. Kyu Handwurftechnik
Toketa   Festhalte gelöst
Tokui-waza   Lieblingstechnik eines Kämpfers
Tomoe   Bogen
Tomoe-nage 4. Kyu Kopfwurf (wörtlich: Bogenwurf)
Tori 8. Kyu derjenige, der die Aktion ausführt (wörtlich: Greifer)
Tsugi-ashi   schnelle Nachstellschritte
Tsuki   Schlag
Tsukuri 4. Kyu 2. Wurfphase: Wurfansatz / Annäherung
Tsuri   heben, angeln
Tsuri-ashi   beim Gehen mit den Fußsohlen schleifen
Tsuri-komi   Hebezug
Tsuri-komi-goshi 4. Kyu Hebezughüftwurf
     
U    
Uchi   innen
Uchi-komi-geiko   Schulung und Automatisierung des Bewegungsablaufes einer Wurftechnik ohne Verteidigung des Uke - Hauptaugenmerk liegt auf dem Kuzushi und Tsukuri, Kake dient nur der Kontrolle der Wurftechnik
Ude   Arm
Ude-gatame 4. Kyu mit beiden Händen auf den Ellenbogen drücken
Ude-kansetsu-waza   Armhebel, Armschlüssel
Uke 8. Kyu derjenige, an dem die Aktion ausgeführt wird (wörtlich: Nehmer)
Ukemi 8. Kyu Falltechnik
Uki   schweben/schwingen/flattern
Uki-goshi 8. Kyu Hüftschwung
Uki-otoshi 1. Kyu Schwebesturz
Ura-nage 1. Kyu Rückwurf
Ushiro   nach hinten
Ushiro-goshi 3. Kyu Hüftgegenwurf
Ushiro-ukemi   Falltechnik nach hinten
Utsuri-goshi 2. Kyu Hüftwechselwurf
     
W    
Waki   Körperseite
Waki-gatame 4. Kyu mit der Körperseite hebeln
Waza   Technik
Waza-ari   große Wettkampfwertung: fast ein Ippon
     
Y    
Yaku-soku-geiko   spezielle Randori-Variante bei der beide Partner wechselseitig angreifen bzw. verteidigen, es wird aber nur mit halber Kraft geübt; Uke verteidigt erst, wenn Angriff nicht vollkommen war (Üben nach Vereinbarung) - Hauptaugenmerk liegt auf dem Tsukuri; Kake dient der Technikkontrolle
Yama   Berg
Yoko   seitlich/Seite
Yoko-gake 2. Kyu seitlicher Körpersturz/seitliches Einhängen
Yoko-guruma 1. Kyu Seitrad
Yoko-otoshi 2. Kyu Seitsturz
Yoko-shiho-gatame 7. Kyu Seitvierer: Vier-Punkte-Haltegriff von der Seite
Yoko-sumi-gaeshi 3. Kyu Seitliche Ecken-Kippe
Yoko-sutemi-waza   Selbstfalltechnik / Opferwurf auf die Seite
Yoko-tomoe-nage 4. Kyu seitlicher Kopfwurf (wörtlich: Wirbelwurf zur Seite)
Yoshi Wettkampfkommando: Weiterkämpfen (nach Sono-mama)
Yuko mittlere Wettkampfwertung
   
Z  
Za-rei Gruß im Sitzen ("Judositz")

Die Judo - Werte

Der Deutsche Judo-Bund hat insgesamt 10 Werte herausgestelt, die durch Judo in besonderer Weise vermittelt weren können. Um diese sollen sich Judogruppe auch akzentuiert bemühen. Sie sind deshalb elementare Bestandteile des Kinderpasses.

Dies sind im Einzelnen:

Höflichkeit:

Behandle Deine Trainingspartner und Wettkampfgegner wie Freunde. Zeige Deinen Respekt gegenüber jedem Judo-Übenden durch eine ordentliche Verneigung.

 

 Hilfsbereitschaft:

Hilf Deinem Partner, die Techniken korrekt zu erlernen. Sei ein guter Uke. Unterstütze als Höher-Graduierter/Trainingsälterer die Anfänger. Hilf den Neuen, sich in der Gruppe zurecht zu finden.

 

Ehrlichkeit

Kämpfe fair, ohne unsportliche Handlungen und ohne Hintergedanken.

 

Ernsthaftigkeit

 

Sei bei allen Übungen und im Wettkampf konzentriert und voll bei der Sache. Entwickle eine positive Trainingseinstellung und übe fleißig.

 

Respekt

Begegne Deinem Lehrer/Deiner Lehrerin und den Trainingsälteren zuvorkommend. Erkenne die Leistungen derjenigen an, die schon vor Deiner Zeit Judo betrieben haben.

 

Bescheidenheit

Spiele Dich selbst nicht in den Vordergrund. Sprich über Deinen Erfolg nicht mit Übertreibung. Orientiere Dich an den Besseren und nicht an denen, deren Leistungsstand Du bereits erreicht hast.

 

Wertschätzung

Erkenne die Leistung jedes Anderen an, wenn dieser sich nach seinen Möglichkeiten ernsthaft anstrengt.

 

Mut

Nimm im Randori und Wettkampf Dein Herz in die Hand. Gib Dich niemals auf, auch nicht bei einer drohenden Niederlage oder bei einem scheinbar übermächtigen Gegner.

 

Selbstbeherrschung

Achte auf Pünktlichkeit und Disziplin bei Training und Wettkampf. Verliere auf der Matte nie die Beherrschung, auch nicht bei Situationen, die Du als unfair empfindest.

 

Freundschaft

Achte all diese Werte und alle Menschen. Dann wirst Du beim Judo unweigerlich Freunde finden.

       

Stufe

Gürtelfarbe

Mindestalter

Vorbereitungszeit

9. Kyu

weiß

-

-

8. Kyu

 weiß-gelb

7  Jahre

6  Monate

7. Kyu

gelb

8 Jahre

6 Monate

6. Kyu

 gelb-orange

9  Jahre

6  Monate

5. Kyu

orange

10 Jahre

6 Monate

4. Kyu

 orange-grün

11 Jahre

6  Monate

3. Kyu

grün

12 Jahre

6 Monate

2. Kyu

blau

13 Jahre

6 Monate*

1. Kyu

braun

14 Jahre

12 Monate

1. Dan

schwarz

16 Jahre

2 Jahre

2. Dan

schwarz

18 Jahre

3 Jahre

3. Dan

schwarz

21 Jahre

4 Jahre

4. Dan

schwarz

26 Jahre

5 Jahre

5. Dan

schwarz

32 Jahre

6 Jahre

6. Dan

rot-weiß

 wird nur ehrenhalber verliehen

7. Dan

rot-weiß

 wird nur ehrenhalber verliehen

8. Dan

rot-weiß

 wird nur ehrenhalber verliehen

9. Dan

rot-weiß

wird nur ehrenhalber verliehen

10. Dan

rot

wird nur ehrenhalber verliehen

Die allgemeine Vorbereitungszeit, in der regelmäßig trainiert werden muss, beträgt mindestens:

  • 6 Monate bei Judoka unter 14 Jahren, bzw. behinderten Judoka
  • 3 Monate bei Judoka über 14 Jahren bei Prüfungen vom 8 - 2.Kyu-Grad.
  • Zwischen dem 2.Kyu- und 1. Kyu-Grad beträgt die Vorbereitungszeit mindestens 12 Monate.

Die Vorbereitungszeit zwischen dem 2. Kyu-Grad und dem 1. Kyu-Grad kann durch Erreichung von mindestens 6 Kampfpunkten, die mit der Kampfpunktekarte nachgewiesen werden müssen, und bei Judoka über 18 Jahre durch eine abgeschlossene und bestandene Fachübungsleiter- oder Trainerausbildung im Judo, auf 6 Monate verkürzt werden.

 

Regeln

Ziel des Judos ist es, den Gegner durch...

  • Werfen auf den Rücken
  • oder Halten am Boden
  • oder Hebeln des Arms
  • oder Würgen

...kampfunfähig zu machen.


Je nach Qualität des Wurfs oder Länge des Haltegriffs, entscheidet der Kampfrichter zwischen den folgenden Wertungen:

  • Ippon (Ganzer Punkt / Sieg)

    Wird in der Regel vergeben bei:
    • Wurf mit Kontrolle, Schnelligkeit, fast ganz auf den Rücken
    • 25 Sekunden ungelöster Haltegriff
    • Aufgeben des Gegners z. B. durch einen Hebel, Würger...
    • Kampfunfähigkeit des Gegners
    • Zwei Waza-ari (Halbe Punkte)

  • Waza-ari (Halber Punkt)

    Wird in der Regel vergeben bei:
    • Wurf mit zwei der Eigenschaften: Kontrolle, Schnelligkeit, fast ganz auf den Rücken
    • über 20 Sekunden ungelöster Haltegriff

  • Yuko (Großer technischer Vorteil)

    Wird in der Regel vergeben bei:
    • Wurf mit einer der Eigenschaften: Kontrolle, Schnelligkeit, fast ganz auf den Rücken
    • über 15 Sekunden ungelöster Haltegriff

  • Koka (Kleiner technischer Vorteil)

    Wird in der Regel vergeben bei:
    • Wurf mit Kontrolle, Schnelligkeit, aber nur auf Schulter, Oberschenkel oder Gesäß
    • über 10 Sekunden ungelöster Haltegriff

Kommt es innerhalb der regulären Kampzeit (2-5min, je nach Alter) zu keinem Ippon, entscheiden die restlichen Wertungen über den Sieger des Kampfs.
Hier gilt die Regel: Jede höhere Wertung zählt mehr, als eine beliebige Anzahl niedrigerer Wertungen.

 

kyu_pruefungsordnung.pdf